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4.12.2002 Handystrahlung verändert Hirnaktivität Eine 30-minütige Bestrahlung mit elektromagnetischen Feldern, wie sie von GSM Mobiltelefonen ausgesendet werden, verändert die Gehirnaktivität. Diese Veränderungen halten auch nach der Exposition an. Dies zeigt eine Studie vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich, des PET-Zentrums am UniversitätsSpital Zürich und der IT'IS (Foundation for Research on Information Technologies in Society). Nach einer 30-minütigen Bestrahlung mit pulsmodulierten Feldern, die den Handy-Frequenzen entsprechen, wurde eine Zunahme des regionalen zerebralen Blutflusses in spezifischen Regionen der linken, exponierten Hemisphäre beobachtet. Dies belegten PET (Positronen-Emissions-Tomographie) Untersuchungen (Abb. 1).
Darüber hinaus stellten die Forschenden fest, dass die elektrische Aktivität des Gehirns (Hirnströme) während dem Schlaf verändert war. Dieser Effekt war über die ganze Nacht sichtbar. Pulsmodulierte elektromagnetische Felder entsprechend den Handy-Frequenzen , nicht aber kontinuierliche Hochfrequenzfelder, veränderten das Wach-EEG vor dem Einschlafen und das Schlaf-EEG in bestimmten Frequenzbereichen (Abb. 2). Die spektrale Leistung war im Wach-EEG im Alpha- Bereich und im Schlaf-EEG im Bereich der Schlafspindeln erhöht. Der Effekt im Schlaf war in der zweiten Nachthälfte am deutlichsten. Schlafdauer und Schlafstadien waren nicht verändert. Die Resultate zeigen erstmalig, dass die Pulsmodulation der elektromagnetischen Felder notwendig ist, um das Wach- und Schlaf EEG zu beeinflussen.
Bei der Einschätzung der Befunde ist Vorsicht geboten. Es ist noch zu früh, Schlussfolgerungen über mögliche gesundheitliche Auswirkungen zu ziehen. Elektromagnetische Felder, wie sie beim Gebrauch von Mobiltelefonen entstehen, könnten sogar zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. |