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30.3.2001
Die Prionen bereits am Anfang stoppenNoch ist unklar, wie viele Menschen sich durch den Konsum von BSE-infiziertem Rindfleisch mit Prionen angesteckt haben, die beim Menschen die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung auslösen können. Doch vermuten die Forscher, dass eine solche Infektion in einigen Fällen bereits erfolgt ist, die Krankheit aber wegen ihrer langen Inkubationszeit noch nicht ausgebrochen ist. Die Arbeitsgruppe um Adriano Aguzzi hat nun einen vielversprechenden Therapieansatz entwickelt, der die Prionen bereits in der Anfangsphase auf ihrem Weg ins Gehirn stoppen soll. von Claude Kaufmann
Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ist eine Infektionskrankheit, bei der bestimmte Eiweisse (Prionen) als Krankheitserreger auftreten. In fortgeschrittenem Stadium zerstören die Prionen das Gehirn vollständig. Doch in der Regel wird das Gehirn nicht direkt infiziert. In der Frühphase der Infektion vermehren sich die Krankheitserreger in Organen des Abwehrsystems wie Lymphknoten, Milz und Mandeln. Die moderne Therapieforschung versucht nun, die Infektion in dieser frühen Phase einzudämmen. Dazu musste geklärt werden, wie die Prionen in die Organe des Abwehrsystems gelangen und sich dort vermehren. Schlüsselrolle des Komplementsystems Erste Versuche vielversprechend Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe um Adriano Aguzzi sind in der jüngsten Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift «Nature Medicine» veröffentlicht worden. Dr. med. Claude Kaufmann arbeitet beim Dekanat der Medizinische Fakultät der Universität Zürich als Öffentlichkeitsbeauftragter |
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