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Details der zwei Studien (english)

Abteilung Psychopharmakologie und Schlafforschung

 

 

  

 

12.10.2000

Einfluss von elektromagnetischen Feldern auf den Schlaf

Beinflusst das Handy unser Gehirn?

Es gab bisher keine eindeutigen Befunde, dass der Gebrauch von Mobiltelefonen das Gehirn beeinflussen kann. Um diese Frage weiter abzuklären wurden in der Abteilung Psychopharmakologie und Schlafforschung des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit der Forschungsstiftung für Informationstechnologie und Gesellschaft experimentelle Schlafuntersuchungen durchgeführt.

Strahlemann Foto: Christoph Schumacher 


1. Studie: Exposition während des Schlafs
In einer ersten Studie wurden Versuchspersonen nachts, d.h. während dem Schlafen, intermittierend (15 Min. ein / 15 Min. aus) elektromagnetischen Feldern bei Mobilfunkfrequenzen exponiert. Es wurden Feldstärken verwendet, welche in ihrer Wirkung dem halben Grenzwert für lokale Exposition entsprachen. Im Vergleich zu einer Kontrollnacht ohne Exposition wurden die folgenden Effekte beobachtet: 1. Die Hirnstromwellen (Schlaf-EEG) waren in einem bestimmten Frequenzbereich verändert. Diese EEG-Veränderungen traten rasch in Erscheinung und bildeten sich im Laufe der Nacht vollständig zurück. 2. Die Dauer der kurzen nächtlichen Wachepisoden nach dem Einschlafen war reduziert.

2. Studie: Exposition vor dem Schlaf
Diese Befunde veranlassten uns, eine weitere Studie durchzuführen. Dabei wurden Versuchspersonen nun vor dem Schlafengehen während 30 Minuten elektromagnetischen Feldern bei Mobilfunkfrequenzen ausgesetzt. Das Schlaf-EEG war wiederum im gleichen Frequenzbereich verändert und bildete sich im Verlauf des Schlafes zurück. Die Schlafdauer war nicht verändert.

Fazit
Die Resultate zeigen, dass Hirnfunktionen durch elektromagnetische Hochfrequenzfelder beeinflusst werden können. Die physiologischen Mechanismen dieser Veränderungen sind unbekannt und müssen weiter erforscht werden. Die hier erhobenen Befunde erlauben keinerlei Aussagen über ein mögliches Gesundheitsrisiko von Mobilfunktelefonen.

Reto Huber, Thomas Graf, Kimberly A. Cote, Lutz Wittmann, Eva Gallmann, Daniel Matter, Jürgen Schuderer, Niels Kuster, Alexander A. Borbély und Peter Achermann

Abteilung Psychopharmakologie und Schlafforschung des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich,
Forschungsstiftung für Informationstechnologie und Gesellschaft


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