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aus unijournal 05/2001
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Homepage von «Ad fontes»
Informationen zu «Ad fontes»
Mediaprix 2002
 

 

19.9.2002

MEDIDA-Preis für das Projekt «Ad fontes»

Ausgezeichneter Umgang mit historischen Quellen

Gleich drei glückliche Gewinner gibt es beim diesjährigen MEDIDA-PRIX. Dazu gehört das Projekt «Ad fontes» der Universität Zürich, das einen Förderpreis von 50'000 Euro erhält. «Ad fontes» ist eine Einführung in den Umgang mit Quellen im Archiv. Der MEDIDA-PRIX ist der in Europa höchstdotierte Preis im Bereich der neuen Medien in der Hochschullehre.

Von Marita Fuchs

Preistraegerr

Die Gewinnerteams: Ausgezeichnet wurden zwei medizinische Projekte – «CASUS» der Universität München und «CAMPUS Pädiatrie» der Universitätskinderklinik Heidelberg – sowie mit dem Förderungspreis das historische Projekt «Ad fontes» der Universität Zürich unter der Leitung von Prof. Dr. Sablonier.

Insgesamt 167 hochschuldidaktische Medienprojekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren angetreten, ihr Innovationspotenzial zu messen. Acht von ihnen schafften den Sprung ins Finale. Verliehen wurde der MEDIDA-PRIX anlässlich der Europäischen Fachtagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft an der Universität Basel, die vom 17. bis 19. September 2002 stattfand.

Neue Medien in der Hochschullehre
An der Fachtagung standen verschiedene Förderinitiativen zur Einführung der Neuen Medien und Technologien in der Hochschullehre zur Debatte. Viele Programme und Projekte haben die erste Förderperiode abgeschlossen und stehen vor der Einführung in den regulären Lehrbetrieb. Die Tagung thematisierte wichtige Aspekte der Implementierung, präsentierte innovative Ansätze und diskutierte diese aus der Sicht der unterschiedlichen Disziplinen, Institutionen und Nationen. Dabei standen weniger die technischen Umsetzungen im Vordergrund als vielmehr didaktisch und organisatorisch innovative Ansätze und Lösungen.

Archiv

«Ad fontes» ist ein Lernangebot für Archivbesucher und Archivbesucherinnen.

Der Gewinner der Universität Zürich
Mit Hilfe des Gewinners «Ad fontes: Eine Einführung in den Umgang mit Quellen im Archiv» der Universität Zürich kann man praxisnah üben, wie man Archivmaterial findet, alte Schriften entziffert, Dokumente datiert sowie Quellen erschließt und auswertet.

Archivuebungen

«Ad fontes» ist nicht nur übersichtlich angelegt, sondern auch sehr ästhetisch gestaltet.

Das erfrischend einfache und klare Konzept beruht auf den drei Säulen Tutorium, Archiv und Training. Beim Entziffern von Handschriften stehen den Studierenden diverse sorgfältig gemachte, kontextsensitive Hilfen zur Verfügung.

«Ad fontes» ist ein Lernangebot für Archivbesucher und Archivbesucherinnen und solche, die es werden wollen. Es richtet sich vornehmlich an Studierende der Geschichtswissenschaft und verwandter Fächer, aber auch an interessierte Laien. Anhand von Beispielen aus dem Stiftsarchiv Einsiedeln kann man sich hier die nötigen Kompetenzen für die Arbeit mit handschriftlichen Quellen aneignen.

Als ICT-Projekt gefördert
Das Projekt «Ad fontes» steht unter der Projektleitung von Prof. Dr. Roger Sablonier vom Historischen Seminar der Universität Zürich. Begleitet und gefördert wird es seit Januar 2001 als eines der E-Learning-Projekte der ICT-Fachstelle.

Marita Fuchs ist Mitarbeiterin bei unicom.

 
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